Walldürn – Bildstock in Heßlar eingeweiht
In dem kleinen Ort Heßlar nahe Karlstadt am Main rasten die Walldürnwallfahrer am dritten Tag ihrer Wallfahrt zur Mittagszeit. In diesem Jahr waren sie Zeugen eines besonderen Ereignisses. Pfarrer Engelbert Braun, Pfarrei St. Bonifatius Müdesheim und zuständig für Heßlar, weihte am Eingang zum Friedhof einen Walldürnbildstock. Die Inschrift lautet: „Das Heilig Plut Herr Jesu Christ Zu Waldühren im Corporale ist“ Darüber ist das Blutwunder von Walldürn abgebildet. Im Jahre 1330 stieß der Priester Heinrich Otto nach der Wandlung aus Unachtsamkeit den bereits konsekrierten Kelch um. Die Ofenplatte auf der Säule zeigt das Korporale mit dem Gekreuzigten und den elf einzelnen Christusköpfen (Veronicä). Sie wurde von den Fuldaer Wallfahrern gestiftet. Sie zeigt Auf einer weiteren Bronzeplatte ist vermerkt: „Zur Erinnerung an die 1200 Jahrfeier der Gemeinde Heßlar von den Walldürnwallfahrern 1706 – 1988“.
Bernhard Maier, Vorsitzender des Förderkreis St. Andreas betonte in seiner kurzen Ansprache nach der Segensandacht, dass es im Mittelalter eine eigene Wallfahrt von Karlstadt in den badischen Wallfahrtsort Walldürn gab. Das Original des Bildstocks befände sich im Stadtmuseum in Karlstadt. Er dankte den Walldürnpilgern auch im Namen der Kulturstiftung St. Michael Heßlar für die Unterstützung des Projekts und wünschte den Wallfahrern auch im Namen von Pfarrer Engelbert Braun, dem Pastoralreferent Edgar Burkard und der Pfarrei eine erholsame Mittagsrast und eine gesunde Ankunft am Ziel Walldürn.
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Text und Foto: Winfried Möller, Rasdorf



